Nahezu den gesamten Freitag über regnete es in Aschaffenburg, so dass die geplante Kundgebung mit dem Bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer vom Schloßplatz in die Stadthalle verlegt werden musste. Kurz vor 18 Uhr, wenige Minuten bevor der Ministerpräsident die Stadthalle erreichte, öffnete sich die graue Wolkenbank und schickte einige spätsommerliche Sonnenstrahlen. Beste Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Abend, wenn auch dann leider nicht mehr unter dem nun freien Himmel.
Vor etwa 450 Bürgerinnen und Bürgern sprach Seehofer über grundlegende Positionen der CSU und deutliche Unterschiede zu SPD sowie Grünen. Rot-Grün verspräche mal wieder das Blaue vom Himmel und ähnele in seiner Realitätsverweigerung immer mehr den potentiellen Koalitionspartnern der Linkspartei. Auch die FDP wurde vom Ministerpräsidenten in seiner engagierten Rede mit Kritik bedacht:
“Natürlich wollen wir Schwarz-Gelb in Berlin, weil wir mit der FDP die meisten Gemeinsamkeiten haben. Das ändert aber nichts daran, dass wir eine starke CSU brauchen, damit die fraglichen Positionen der Liberalen vor allem in der Sozialpolitik korrigiert werden können.
Ausführlich erläuterte Seehofer den Zuhörern die Vorstellung der CSU von erfolgreicher Politik. Am Beispiel Bayerns könne man sehen, wie man effizient und nachhaltig wirtschafte, gerechte Bildungspolitik betreibe und die Probleme der Menschen aller Gesellschaftsschichten ernst nähme und zu lösen versuche.
Dies alles geschehe auf Basis des bewährten christlichen Menschenbildes, das in eindrucksvoller Weise Subsidiarität und Solidarität verbinde. Selbstkritisch und mit rhetorisch beeindruckender Klinge analysierte Seehofer auch die Probleme des Politikbetriebs insgesamt und mahnte alle Mandatsträger in Berlin zu mehr Bescheidenheit und einer stärkeren Sensibilisierung für die Lebenswirklichkeit vieler Menschen in der Krise.

Auch zu regionalen Themen bezog der Ministerpräsident Stellung. Am eigenen Leibe erfuhr er an diesem Tag auf seinem Weg von Nürnberg nach Aschaffenburg die Notwendigkeit eines A3-Ausbaus. Den anwesenden Mitarbeitern von Takata Petri versprach Seehofer in einer kleinen Gesprächsrunde im Anschluss:
“Ich stehe auf Eurer Seite und werde mit dem Takata-Vorstand ein Gespräch zur Sicherung des Standortes führen.”
Ausdrücklich lobte Horst Seehofer auch den hiesigen Bundestagsabgeordneten und Direktkandidaten Norbert Geis:
“Mit Norbert Geis werden Stadt und Landkreis Aschaffenburg von einem äußerst aktiven Abgeordneten in Berlin vertreten. Konsequent und energisch kümmert er sich um die Belange der Menschen in seiner Heimat.”
Bitte wählen Sie am 27. September mit beiden Stimmen die CSU!
Nachtrag: ein Interview mit Horst Seehofer und weitere Fotos finden Sie auch auf den Internetseiten des “Main-Echo”: http://www.main-netz.de/nachrichten/politik/politik/art4204,904485